Nachdem ich um 11 Uhr soweit war die Abfahrt aus Heeg in Angriff zu nehmen standen auch meine beiden Helfer vom Vortag wieder parat. Klasse, wenn es so hilfsbereite Zeitgenossen gibt. Beide zogen das Boot rückwärts aus der Box, so dass ich nur noch mit dem Bugstrahlruder drehen musste. Danke und Goodbye.
Mein Weg führte mich wieder über einen klassischen friesischen Kanal, Wijde Wijmerts, direkt nach Sneek. Aufgrund der Brückensperrung quält sich der Verkehr durch die engen Kanälen von Sneek. Es ist knifflig und eng. Letztlich habe ich es mit erhöhtem Pulsschlag aber geschafft. Später kommt mir ein großer Katamaran, wohl unterwegs auf der Stande Mastroute entgegen. Viel Spaß 😀
Weiter über das Sneeker Meer und den Prinses Margriet Kanal nach Grou. Unterwegs immer wieder das Gefühl in einer mitteldeutschen Großstadt im
Feierabend Verkehr unterwegs zu sein. Viele Boote in verschiedenen Größen und Geschwindigkeiten. Grou lasse ich an Backbord liegen obwohl der Ort und vor allem das Teehaus einen Besuch wert sein sollen und biege stattdessen in das Pikmar ab. Von da ins Peanster Ie und dann in Sitebuoster Ie ab. Dort finde ich tatsächlich noch eine freie Marekrite Boje für die Nacht. Bei 5 Bft. ist das Einfangen der Boje nicht wirklich einfach, aber ich habe ja die Herausforderung gesucht. Trotzdem wechsele ich die Boje später nochmal, weil die andere mir noch einsamer erscheint. Ich genieße die Ruhe…allerdings erst, nachdem der letzte Motorboot Flitzer auch weggefahren ist.
Nach einem schönen Sonnenuntergang wird es eine sehr ruhige Nacht. So habe ich es mir vorgestellt.