Donsö

Heute musste es mal wieder ein richtiger Hafen sein. Einer, wo man richtig duschen und das Boot ohne Dinghi verlassen kann.

Unser Ziel war der Hafen auf Donsö, einer der größeren Schären im Göteborger Archipel. Laut Reiseführer ist der Ort ein Schwerpunkt des Fischfanges gewesen. Heute gibt es nur noch einige kleine Fischerboote für den lokalen Fang im Kattegatt und große Fischtrawler die, so der Hafenguide, vor Schottland fischen.

Die kurze Strecke von 4 Seemeilen war schnell absolviert, führte aber durch eine schmale, nicht markierte, Fahrrinne. Die bewährte Methode mit Ausguck am Bug half uns auch diesmal die beidseitig liegenden Steine zu umfahren.

Strecke von Stora Rävholmen nach Denso (Quelle: Google Maps)

Der Hafen von Donsö war gut gefüllt, freie Plätze kaum zu sehen. Glücklicherweise legte direkt vor uns eine deutsche Yacht an einem Platz in perfekter Position zu den Serviceeinrichtungen ab. Bingo !
Leider war es lediglich der Ausleger eines Schwimmsteges, sodass wir jedesmal eine Kletterpartie mit Balanceakt vollführen mussten um an an Land zu kommen. Egal, Hauptsache einen Platz gefunden.
Zum Mittagessen kehrten wir direkt in das „Isbolaget“, einem Hotel und Restaurant, direkt an unserem Platz ein. Die Bestellung und Bezahlung erfolgt dort vollständig online: man scannt einen QR-Code und wird auf eine Internetseite mit der Speisekarte geleitet. Dort legt man seine Auswahl mit einem Klick in den Warenkorb und wird zur Bezahlung per Kreditkarte weitergeleitet. Nach wenigen Minuten stand unser Räucherlachs mit Kartoffeln auf dem Tisch, dessen Nummer mit der Bestellung übertragen wurde. Genial !

Anschließend noch ein Eis am Eisstand mit Kreditkarte bezahlt, denn einen Geldautomaten haben wir noch nicht gefunden. In Schweden ist das Zahlen mit Plastikgeld so normal wie in Deutschland das „Keine Kartenzahlung möglich“-Schild beim Eisverkäufer.
Manchmal merkt man schon, dass andere Länder weiter sind. Der Internetempfang war übrigens bislang auch an abgelegenen Orten kein Problem. Bei uns hat man ja manchmal auch in der Stadt Funklöcher.
Donsö ist ein wirklicher netter kleiner Ort und immer noch vom Fischfang durch viele kleine Bootshütten geprägt, die über der Eingangstür den Namen des jeweiligen Schiffes tragen, teilweise als liebevolle Verzierung.

Während wir nur wenige Autos gesehen haben, ist neben elektrisch betriebenen Golfkarts ist ein weiteres Gefährt hier als Transportmittel für Mensch und Waren anzutreffen.

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