Bereits in der Nacht zogen erste Regenschauer mit viel Wind über uns hinweg. Während des Frühstücks klarte es sich auf und sogar die Sonne schien zeitweilig. Man konnte fast glauben, es würde ein schöner Segeltag. Der Wetterbericht prognostizierte anderes. Und er sollte recht behalten !
Pünktlich um 11:00 Uhr legten wir ab und der Regen legte zu. Zunächst nur mit einzelnen Schauern, aber mit Windstärke 6-7 von hinten, also beim Segeln nicht so kritisch. Mit 7 Knoten und mehr rauschten wir durch das Wasser. So macht es Spaß, wenn man nicht ständig aufpassen müsste, dass das Boot bei den Wellen von hinten nicht aus dem Ruder läuft.
Direkt vor dem „Albreksund-Kanal“, einer Meerenge zwischen den Inseln Klaverön und Koö erwischte es uns dann. Es schüttete wie aus Kübeln, was der Faszination der Durchfahrt durch diese enge Stelle keinen Abbruch tat.



Im Gästehafen von Marstrand, der gegenüber von des auf der Insel Koö liegenden neuen Teils von Marstrand auf der Insel Marstrandsö liegt, kamen wir klatschnaß an. Zum Glück war der reservierte Liegeplatz schon frei, so dass wir direkt anlegen konnten. Bei dem starken Wind wieder mit einiger Mühe.
Marstrandsö hat einen mittelalterlichen Grundriss und viele alte Häuser die vorwiegend aus Holz erbaut sind. Über der Stadt thront die Carlston-Festung aus dem 17. Jahrhundert, die viele Jahrhunderte auch als Gefängnis diente. Berühmtester Insasse war Lars Molin der auch auch Lasse-Maja genannt wurde. Seine „Spezialität“ war der Diebstahl bei reichen Leuten. Da er dabei als Dienstmädchen verkleidet war, wurde er viele Jahre nicht gefasst. Man suchte nach einer Frau.
Für den Inselrundgang gibt es einen spannenden und durch Schilder ausgezeichneten Weg, der sowohl zu historischen Stätten als auch beeindruckenden Aussichtsplätzen führt.






























Wir sind mittlerweile nördlicher als Skagen und der Leuchtturm von Mastrand bildet mit dem weiter im Meer gelegenen Leuchtturm „Pater Noster“ die Grenzlinie zwischen dem Kategatt und dem Skagerrak. Ein tolles Gefühl, so weit nördlich angekommen zu sein. Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich in der Wetterkarte den Bereich der Lübecker Bucht bis maximal Fünen und Seeland aufzoome. Nur reicht der Bereich bei weitem nicht mehr.
Der Abend versöhnte uns mit einem tollen Sonnenuntergang nach dem ziemlich feuchten Tag.



Da für den kommenden Tag heftige Winde für das Skagerrak angekündigt werden, haben wir den Aufenthalt um einen Tag verlängert und werden morgen den neuen Teil von Marstrand besuchen.
P.S.: alle Bilder kann man vergrößern, wenn man sie anklickt.