Fiskebäckskil

Nach einem kräftigen Regenschauer in der Nacht war der Morgen trocken und erste Wolkenlücken zeigten blauen Himmel. Nach dem Frühstück an Deck legten wir gegen 10:30 ab. Das Tagesziel sollte Fiskebäckskil sein, eine Strecke von etwa 25 Seemeilen in Richung Süden. Ein Blick in die Wetterapp versprach guten Wind aus West, so dass die Entscheidung gegen eine längere Motortour durch enge Schärengewässer sondern für eine schöne Segelstrecke an der Küste entlang fiel. Zunächst genossen wir aber die weitere Durchfahrt durch den Hamburgsund.

Leider entpuppte sich der Westwind eher als Südwind, der genau gegen an stand. Kurzentschlossen fuhren wir direkt in Richtung der Einfahrt des Sotenkanals.

Der Sotenkanal verbindet Hunnebostrand und Smögen auf einer Strecke von knapp 5 km und sollte zu seiner Zeit des Baus in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts zum Einen arbeitslose Steinmetze beschäftigen aber auch der Schiffahrt den Weg durch die Gewässer der Schären dort ersparen. Der Kanal ist an der schmalsten Stelle 15 m breit und hat eine Tiefe von 4,5 m. Etwa in der Mitte der Strecke gibt es eine Drehbrücke mit einer Durchfahrthöhe von 5,7 m, Segelboote sind also auf eine Öffnung angewiesen.

Die Durchfahrt durch den Kanal war wieder sehr beeindruckend. Neben der Strecke gibt es Wiesen, auf denen Rinder grasen und Wälder. Beides ist in dieser wetter- und sturmgeprägten Region Westschwedens eher selten. In Teilbereichen konnte man aber auch gut erkennen, wo der Kanal in den Stein gehauen wurde. Hier ist es besonders eng, bei dem regen Verkehr in beide Fahrtrichtungen eine Herausforderung. Wir hatten außerdem Glück: die Brücke war geöffnet und schloss sich erst hinter uns.

Ab Smögen konnten wir dann wieder auf das Skagerrak raus und parallel zur Küstenlinie bei gutem Wind und Welle segeln.

Leuchtturm vor Smögen

Fiskebäckskil begrüßte uns wieder mit kleinen roten Bootshäusern. Der Yachthafen Lyckans Slip war im Vergleich zu den bisher besuchten Häfen sehr komfortabel mit sehr angenehmen Sanitäreinrichtungen.:

Der Ort selber bietet schöne kleine Gassen mit schönen Häusern und immer wiederkehrenden Blicken auf das Wasser

Morgen geht es weiter Richtung Süden, nur wird der Wind uns die nächsten Tage wohl nicht unterstützen, sondern weiter aus Süd wehen.

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