Der Morgen war noch nicht sonnig, aber der Wetterbericht eigentlich nicht so schlecht. Der Sturm sollte erst 2 Tage später kommen. Eine Gewittergefahr gab es für den Nachmittag, aber bis dahin wollten wir auf Rörö sein. Eine weitere Inseln etwas südlicher und im nördlichen Bereich des Göteborger Schärengartens.
Auf dem Weg dorthin wollten wir unbedingt noch den Leuchturm Pater Noster auf der Insel Hamneskär besuchen, den wir in den zwei Tagen unseres Aufenthaltes oft in der Ferne gesehen haben. Außerdem ist es der Handlungsort des Romans „Die Tochter des Leuchtturmmeisters“ von Ann Rosman, dass ich nach dem Aufenthalt in Marstrand zu lesen begonnen habe.


Bei der Anfahrt an den Leuchtturm war es leider etwas bewölkt, dies sollte uns aber nicht von vielen Fotos und Selfies abhalten. Der Wind kam weiterhin aus Süd, also direkt gegen an, so dass wir einige Zeit kreuzen wollten. Nach einiger Zeit, wir hatten uns noch nicht weit vom Leuchtturm entfernt riss die Wolkendecke auf und der Leuchtturm erstrahlte. Okay, also die Segel weg und mit Vollgas zurück zum Leuchtturm um noch die ersehnten Sonnenbilder zu fotografieren. Wieder Selfies, wieder viele Bilder bevor es weiterging. Nun hatten wir also das Skagerrak verlassen, der Leuchtturm bildet die Grenze zum Kattegatt, dass und gleich mit 1 bis 1,5 Knoten Strom von vorne begrüßte. Kein Wunder bei der Windrichtung.
Plötzlich tauchten dunkle Wolken am Horizont auf, ein Blick in das Regenradar der Wetterapp bestätigte die Vorahnung: ein heftiges Gewitter befand sich noch auf der dänischen Seite des Kattegatts, kam aber beständig näher. Nach erster Abschätzung sollte es gegen 1600 Uhr die Inseln erreichen. Laut Navigation sollten wir um 1545 Uhr auf Rörö sein. Zieht das Gewitter schneller, wird es knapp oder wir nass !! Also Gashebel ganz durchgedrückt und quer durch die Lücken zwischen den Schären gefahren.


Wie befürchtet zog das Schietwetter aber schneller !
Etwa 2 Meilen vor dem Hafen begann es erst leicht und dann immer heftiger zu regnen. Wir hatten zum Glück wieder einen Platz vor reserviert und konnten deshalb an den kreisenden Booten, die auf der Suche nach einem freien Platz in dem vollen Hafen waren, vorbeirauschen. Beim Anlegen sprang spontan eine nette Dame vom schwedischen Nachbarboot in den Regen um unsere Leinen anzunehmen.
Wir waren schon komplett nass und sprangen nur noch unter Deck.
Eine kurze Regenlücke konnten wir nutzen um im Supermarkt auf der anderen Hafenseite schnell noch ein paar Dinge einzukaufen. Danach schüttete es weiter bis eine Stunde vor Sonnenuntergang.
Als es aufhörte sind wir dann natürlich noch kurz los um die Umgebung zu erforschen. Wie sollte es anders sein: es gab natürlich ein Naturschutzgebiet mit Wanderwegen und wild lebenden Pferden und Schafen. Also los !
Aufgrund des Regens war der Weg teilweise extrem Nass und führte über Bäche, an anderen Stellen ging er über reines Geröll von Steinen.
Aber wir fanden sowohl die Schafe und die Pferde und sahen auch einen wieder sehr schönen Sonnenuntergang über dem Kattegatt.
Die Landschaft hier oben fasziniert immer noch und immer wieder.







